Wahrheit, Mythos oder doch nur ein Ammenmärchen – Wir räumen auf zum Thema Bart und Bartrasur!

BartrasurJeder kennt es aus der Kneipe um die Ecke. Irgendwann kommen Männer beim geselligen Beisammensein immer auf das gleiche Thema – schliesslich vereint es sie und grenzt sie unweigerlich gegen das weibliche Geschlecht ab: Der Bart und sein hoffentlich prächtiges Gedeihen, denn dies ist vielerorts auf der Welt ein männliches Statussymbol.

Deshalb räumen wir heute auf mit Halbwissen und nehmen Mythen und Ammenmärchen genauer unter die Lupe. Und dabei weiss jeder etwas besser. Aber jetzt ist Schluss damit!

  1. Der Bart wächst schneller und voller, umso häufiger du ihn rasierst!

Leider ist dieser Mythos wissenschaftlich widerlegt und egal wie sehr du dich jeden morgen damit verausgabst besonders gründlich dein Barthaar zu schneiden und glaubst am nächsten morgen in den Spiegel zu schauen und ein rasantes Wachstum deiner Stoppeln festzustellen. Du irrst dich gewaltig! Barthaare wachsen nicht schneller, um so häufiger du sie rasierst. Warum nicht? Jedes Barthaar hat eine genetische Veranlagung und diese ist unter anderem verantwortlich für die Geschwindigkeit des Wachstums. Einfluss haben wir somit darauf nicht und ob der Kollege schneller zu seinem Vollbart kommt oder nicht. Dies hat er lediglich seinen Genen zu verdanken. Es lässt sich jedoch tröstend feststellen, dass die Barthaare gerade zu Beginn recht schnell wachsen, dann aber leider schnell zum Stillstand kommen. Ein Barthaar lebt im Durchschnitt bis zu sechs Jahre bevor es sich von der Wurzel löst und Platz für ein neues macht. Optisch kann eine Bartfriseur durch einen häufigen Schnitt leicht aufgepeppt werden, denn die Rasierklinge schneidet das Haar am dickeren Ende ab und frischt somit das Gesamtkonzept auf.

  1. Gibt es andere Möglichkeiten als aufwendige Haartransplantationen um kahle Stellen zu füllen?

Kurz und logisch nachgedacht würde jeder halbwegs gesunde Mensch sagen: NEIN. Denn wo kein Samen gestreut wird da kann auch nichts sprießen. Aber diese Aussage trifft hier nicht ganz zu, denn es gibt gewiße Wundermittel die in diesem Fall nachhelfen können – Mutter Natur tricksen wir schnell aus. Vor allem Hormonschwankungen und Veränderungen in der Nährstoffzufuhr können bewirken, dass an manchen Regionen die Haarfolikel wieder aktiv werden und neue Bartansätze sprießen. Da dies medizinisch gesehen ein sehr komplexes Thema ist empfehlen wir den Hausarzt aufzusuchen und sich einer Hormonanalyse zu unterziehen. So lässt sich leicht feststellen, was dem Patienten oder besser gesagt den Barthaaren fehlt und welche speziellen Wachstumspräparate Abhilfe schaffen können. Doch Geduld ist gefragt, denn der Körper stellt sich nicht von heute auf morgen um.

  1. Und zu guter letzt klären wir die Frage des richtigen Drucks – der Druck der Rasierklinge

Bartstoppeln Wieder einmal ist die Klinge verbraucht und nicht scharf genug um unötige Bartstoppeln schnell am Morgen aus dem Gesicht zu bringen. Guter Tipp aus früheren Zeiten: Einfach mehr Druck aufwenden, dann schneidet sie schon noch einmal bevor am Nachmittag der Gang zum Drogeriemarkt  notwendigerweise angesteuert wird. Völlig falsche Ansatzweise, denn dadurch gibt es nur unnötige Hautirritationen und Schnittwunden. Schlussendlich führt Druck zu keinem ersichtlich besseren Ergebnis. Beim Rasieren, wie auch bei vielen anderen Dingen, geht es um die richtige Technik bzw. Ausstattung. Dabei ist besonders wichtig die Haut auf die Rasur mit sogenannten pre-shave Produkt vorzubereiten.  Ein stylisches Rasiermesser mit gewetzter Klinge darf natürlich nicht fehlen. Abschliessend lässt die gerötete Haut sich mit einem gutriechenden after-shave Balsam beruhigen. Während des Rasiervorgangs sollte darauf geachtet werden die Rasierklinge sanft und im 30° Gradwinkel über die gespannte Haut gleiten zu lassen. Dabei gilt immer erst mit dem Strich und nur bei Bedarf gegen den Strich zu rasieren. Für die Klinge gilt: Je schärfer und härter sie ist, desto leichter gleitet sie über die Haut.

Jetzt gibt es von unserer Seite nur noch eins zu sagen: Ran ans Waschbecken und freudiges Rasieren allerseits!